Chronik

Das Haus wurde in den Jahren 1938/39 erbaut. Die Bauabnahme erfolgte durch den damaligen Landrat am 17.11.1939. Gedacht war es ursprünglich als Jugendheim und Bildungsstätte. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es als Blindenheim und Krankenhaus genutzt. Einige Stolpner erblickten das Licht der Welt in diesem schönen Haus. Im Garten entstand eine sogenannte „Seuchenbaracke" mit 30 Betten, die aber nie in Betrieb ging, da bereits 1953 das Gesundheitswesen in das örtliche Ärztehaus umzog.

Gerhard Michel etabliert von 1954-1959 einen Jugendtreff im Haus. Den Kindern und Jugendlichen bot man zahlreiche Freizeitaktivitäten an; wie Sport, Tanzveranstaltungen, Sängerwettbewerbe und vieles mehr. Die Baracke im Garten wurde als Wanderquartier für ca. 40-60 Personen umgenutzt und von Wandergruppen aus der gesamten ehemaligen Republik intensiv und gern genutzt.

In den Folgejahren von 1959 bis 1968 bestand der Jugendtreff unter der Leitung von Wilfried Jakubowski weiter, dessen Ehefrau betreute die Wandergruppen. Parallel dazu entstand auch die Nutzung als Kindergarten.

Als die Stolpener Schule (Alte Schulstraße) im harten Winter 1969/70 zusammenbrach, fand in den Räumen des jetzigen GogelmoschHauses der Schulunterricht statt. Danach folgte ab 1970 bis zur Wende in 1990 die Nutzung als Kreislandwirtschaftsschule. In den achtziger Jahren waren im Haus und Garten wieder viele Kinder, da der Kindergarten wegen eines Neubaus die Hälfte der Kinder „auslagern" musste. Auch weitere Jugendangebote wurden durchgeführt, die z.B. die AG „Junge Funker".

Nach der Wiedervereinigung 1990 entstand im Gebäude ein Weiterbildungszentrum, welche die Tätigkeit jedoch später in Stolpen einstellte. Bis zum Verkauf des Objektes durch den Eigentümer Stadt Stolpen an die ortsansässige Familie Gestring stand das Haus leer, nur im Dachgeschoss war der Eisenbahn-Verein beheimatet.