Projekt Jugendbeteiligung

Im Dezember ist unser nächster Treff - mit Bürgermeister Maik Hirdina

"Politik am Grill" am 9.11.2022

Ein neuer Jugendclub für Stolpen?

Das ist das Fazit unseres vierten Treffens mit Interessenten und Akteuren der Stolpener Jugendbeteiligung. So wurden unter anderem die Ergebnisse aus den Umfragen, die es dieses Jahr im Stolpener Land gab, besprochen. Der häufigste Wunsch, von jungen Menschen genannt, ist schlichtweg ein Jugendclub. Ein Jugendclub, der nicht nur als Raum für Aktionen, Themenabende oder für einen Jugendstammtisch genutzt werden kann, sondern auch wichtige Eigenschaften für unsere Kinder und Jugendlichen mitbringt. Ein geschützter Raum, der dabei als Anlaufstelle für Freundschaften dient, der junge Menschen verbindet und dabei Platz zum Chillen, Tischtennis spielen oder Musik hören bietet.

So äußert sich ein Stolpener Jugendlicher: „Wir wünschen uns mehr Verständnis dafür, dass wir Jugendliche auch eigene Räume brauchen. Wo sollen wir denn hin? Wenn ich Freunde treffen möchte, dann treffen wir uns zu Hause oder irgendwo draußen im Freien.“

Und da den Jugendlichen in Stolpen aktuell kein Jugendclub zur Verfügung steht, wurde innerhalb der Gruppe darüber diskutiert, wo Räume in Stolpen nutzbar wären. Letztendlich wurde sogar überlegt, ob man die Räume des ehemaligen JC am Graben vorerst wieder nutzen könnte. Das wirft aber viele Fragen auf, die die Verantwortlichen aus Stadtverwaltung und Stadtrat klären müssen. Die Jugend fand den Vorschlag aber erstmal super. Immerhin eine Option, an den kommenden kalten Tagen, einen Treffpunkt für junge Menschen zu ermöglichen.

Zahlreiche Ideen für einen Neustart wurden nun aufgezählt und den Teilnehmenden später, im Freundes- und Bekanntenkreis, auch bestätigt. Es gibt Interessenten, die einen Vorstand gründen möchten, über einen begleitenden Sozialarbeiter wurde nachgedacht. Die Jugendlichen aus der letzten Stolpener Jugendclubära sind erwachsener und verantwortungsvoller geworden. Sie wissen um die Bedeutung und um die Verantwortung, innerhalb eines Ortes wie Stolpen einen Jugendclub aufleben zu lassen und sie sagen ganz klar: “Es ist eine gute Chance, zu zeigen, dass Jugendclubkultur auch anders gehen kann.“

Schaut doch einfach mal beim nächsten Jugendbeteiligungstreffen am 7.12.22 im Gogelmoschhaus vorbei. Wir haben diesmal Stolpens Bürgermeister Herr Hirdina eingeladen, der sehr gern mit der Stolpener Jugend ins Gespräch kommen möchte. Und wer weiß, vielleicht haben wir bis dahin schon die eine oder andere Idee der Jugendbeteiligung durchgesetzt. Dann brauchen wir erst recht tatkräftige Unterstützung von euch!

Die Jugendbeteiligung ist kein Expert*innenzirkel, sondern eine Gruppe interessierter Menschen, welche sich mit ihrem „Herzensthema“ beschäftigen, voneinander lernen und natürlich gemeinsam etwas bewegen wollen. Dabei beteiligen sich alle nach eigenem Ermessen und geben Zeit und Energie so viel sie möchten. Wir freuen uns auf dich!

Patrizia Drobot und Roman Lesch / Projekt Jugendbeteiligung

Auftakt-Workshop zum Projekt Jugendbeteiligung

Am 14. Juni 2022 hat im Gogelmoschhaus die erste Informationsveranstaltung zur Gründung eines Jugendparlaments für Stolpen stattgefunden. In dem zweistündigen Workshop konnten die Jugendlichen selbst aktiv werden und ihre Meinungen und neuen Ideen für ihre Zukunft in Stolpen und seinen Ortsteilen entwickeln.

Besonders spannend war es für sie, von Projektleiter Roman Lesch anhand eines Planspiels zu erfahren, auf welchem, nicht ganz einfachen Weg ihr Vorschlag auch zur Verwirklichung gelangen kann.

Gut gefiel den Teilnehmenden die lockere Atmosphäre untereinander. „Erstaunlich war, dass es unter uns Jugendlichen zu vielen Themen die gleiche Meinung gab“, stellt Josephine Barthel (17) fest.
Jonathan Beese meint ganz prägnant: "Der Workshop stellt mit ersten Ideenfindungen den Startschuss für die Beteiligung der Jugend an der Gestaltung Stolpens und seiner Ortsteile dar."

„Ich finde es schön, dass auch an die jüngere Generation hier in Stolpen gedacht wird, und wir uns bei Entscheidungen, die uns betreffen, nun mit einbringen können“, äußert sich Finn Klose (16) begeistert über dieses Projekt, das die Partizipation von Jugendlichen in der Kommune fördert - was seit 2018 übrigens im Paragraf 47a der Sächsischen Gemeindeordnung verankert ist.